See: Angelhofer Altrhein

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Entstehung, geologische und naturräumliche Charakteristika

Der Angelhofer Altrhein war vor Beginn der Ausbaumaßnahmen am Oberrhein Teil des Rheinhauptgerinnes. Er ist 1826 durch den sogenannten „Angelhofer Durchstich“ entstanden, wurde danach aber weiterhin stark durchströmt. Zwischen 1875 und 1936 entwickelte er sich zum schwach durchströmten Altrhein. Seit 1939 wurde er im Rahmen der Auskiesung stark aufgeweitet.

Form und Ufer

Der Angelhofer Altrhein weist aktuell eine Wasserfläche von 147 ha auf. Seine mittlere Tiefe beträgt bei einem Rheinwasserstand von 414 cm am Pegel Speyer 5,78 m, das Seevolumen beträgt dann 8,49 Mio. m³. Die Ufer sind als Folge der Auskiesung vorwiegend schräg bis steil ausgeprägt. Man findet dort Sand-, Lehm- und Kiessubstrate. Die größten Teile der Ufer sind mit Flussauenwäldern (Hartholz und Weichholz) bewachsen.

Nutzung und Belastungsquellen

Am Angelhofer Altrhein gibt es eine Vielzahl von Nutzungsformen. Das Gewässer wird zum Baden und Fischen sowie für den Wassersport (Segeln, Kanus, Motorboote) genutzt. Am Nordufer befindet sich außerdem ein Campingplatz. Kommerziell werden im Gewässer Kiesabbau und Fischerei betrieben. Im Südteil des Sees befindet sich eine Kaserne; dieser Teil des Altrheins wird zeitweise als Übungsgelände eines Pionierbataillons genutzt.